Kinder in Addis Abeba
Äthiopien gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Nach den jahrzehntelangen Kriegen wurde der Name „Äthiopien“ quasi zum Synonym für Hunger, Dürre und Armut. Die Städte waren zwar nicht im gleichen Ausmass wie die ländlichen Gebiete vom Hunger betroffen, die grossen Krisen haben aber die Landflucht stark beschleunigt. Vor allem die Hauptstadt Addis Abeba gehört zu den am schnellsten wachsenden Zentren Afrikas.
Während von diesem „Boom“ einige wenige profitieren, endet der Traum vom besseren Leben für viele Menschen in der Misere. Leidtragende sind dabei vor allem die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft und unter diesen insbesondere die Kinder.
2’500'000 Kinder leben in Addis Abeba
Gemäss Schätzungen leben heute rund 2’500'000 Kinder in Äthiopiens Hauptstadt. Ihr Elend ist allgegenwärtig und unfassbar:
- Kinderprostitution
- Verwahrlosung
- Bandenkämpfe
- Drogenabhängigkeit
- Kinderarbeit und
- Betteln
gehören zum ganz „normalen“ Alltag eines Kindes.
Kindersterblichkeit
In einer Studie von UNICEF wurde dargestellt, dass die meisten Kinder welche sterben unter 5 Jahre sind. Die Hauptursache ist Durchfall, schlechte Hygiene, zu wenig Nahrung und Infektionen. UNICEF geht davon aus, dass täglich 40’000 Kinder an diesen Ursachen sterben.
HIV/AIDS zerreisst soziale Netze
In den letzten Jahren hat sich HIV/AIDS drastisch verbreitet und viele, sehr viele Kinder sind daran gestorben. Aber noch viel mehr Eltern wurden durch diesen Virus den Kindern weggenommen. Die so starken sozialen Netze in Afrika, worin die Kinder trotz Hunger, Geborgenheit erleben können, werden zerrissen. Kinder verlieren einen oder beide Elternteile und werden so Kinder ohne ein Zuhause.
Vom Staat kann in dieser Situation kaum Hilfe erwartet werden. Versagt auch die Unterstützung durch die Grossfamilie, so erleben Kinder, welche teilweise kaum sechs Jahre alt sind, dass sie von einem Tag auf den andern auf sich alleine gestellt sind.
Human Development Index
Schweiz | Äthiopen | |
|---|---|---|
Lebenswerwartung | 81.3 J. | 51.8 J. |
Bildung | 85.7 % | 42.1 % |
Einkommen pro Jahr | 35'633 $ | 1'055 $ |
Platz 7 | Platz 169 |
Bright Future
Zur Lösung dieser vielen Probleme wurden durch unterschiedliche Organisationen bereits mehrere Programme durchgeführt. Mancherorts blieb der Erfolg leider bescheiden. Die letzten Studien zeigen, dass die Probleme nur dann positiv angepackt werden können, wenn die Programme bei den Unterstützten nicht Abhängigkeit verursachen, sondern die Selbstverantwortung stark fördern.
Für "Bright Future" ist es deshalb ein erklärtes Ziel, die Kinder und Familien ganzheitlich zu unterstützen und zugleich darauf hinzuarbeiten, dass sie sich zu unabhängigen Personen entwickeln und lernen, selbstverantwortlich ihr eigenes Leben zu gestalten.




