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Binyam Aschalew - Hauptleiter BF Ethiopia

Binyam ist in einer koptischen Familie auf dem Land geboren und aufgewachsen. Als 16 Jähriger hat er eine intensive Begegnung mit Gott. Dadurch entstand in seinem jungen Leben ein starker Glaube an Gott und die Bibel. Dies gefiel dem Vater von Binyam ganz und gar nicht. Es kam sogar soweit, dass er aus seiner Familie ausgeschlossen wurde. Da seine Mutter diese Veränderung bei ihrem Sohn nicht so schlimm fand, verliess sie mit Binyam das Zuhause und suchte Unterschlupf bei ihrer Schwester. Auch ein Familienrat (40 Verwandte und ein Priester) konnten Binyam nicht dazu bewegen, seinen Glauben an Gott den Schöpfer des Universums zu verleugnen. Nach langem hin- und her beschloss der Familienrat, dass der Vater seinen Sohn trotzdem bis Ende der Highschool minimal unterstützen muss.

Nach Ende der Schulzeit arbeitete Binyam als Tagelöhner und konnte bei einem Kollegen wohnen. Nicht selten hatte er zu wenig Geld um sich Essen zu kaufen. Auch wenn es schon mal vorkam, dass er eine ganze Woche keine Arbeit und kein Essen hatte, wurde er wie durch ein Wunder versorgt.

Binyam’s grösstes Interesse lag im Kommunizieren und Lernen. Er suchte immer wieder neue Kontakte und schrieb diesen Leuten auch gerne mal einen Brief. Oft verzichtete er sogar willentlich auf eine Mahlzeit, um mit diesen 2-3 Birr die er erarbeitet hatte eine Briefmarke zu kaufen oder diese zu sparen, um irgend ein interessantes Buch zu kaufen. Eines Tages knüpfte er einen Kontakt zu einer amerikanischen älteren Frau. In vielen Briefen erzählte Binyam sehr viel über sein Leben. Eines Tages offerierte sie ihm Unterstützung für eine Ausbildung. So konnte er für 2 Jahre in die Hauptstadt gehen und eine höhere Schule absolvieren.

Danach kehrte Binyam in seine Gegend aufs Land zurück. So wie er es Gott versprochen hatte, wollte er sich nach der Schule für Strassenkinder einsetzten. Dies tat er dann für etwas 2 Jahre. Manchmal lebte er direkt mit den Strassenjungs, schlief, wo sie schlafen und ass, was sie assen. Dadurch fingen sie an, ihm zu vertrauen und ihr Herz ihm zu öffnen. In dieser Zeit lernte er auch noch „Friseur“ und lehrte gleichzeitig den Strassenjungs wie sie anderen Leuten die Haare schneiden können. So kam es, dass er mit den Jungs den ersten „Friseurladen“ und später weitere „Barber-Shops“ eröffnete. Diese Arbeit besteht noch heute.

Die positive Entwicklung blieb nicht ungesehen. Auch der Gründer (Dr. Talargie) von „Bright Future Ethiopia“ hörte davon. So kam es, dass Binyam angefragt wurde, ob er für das Projekt „BF“ zu gewinnen wäre. Binyam nahm dieses Angebot an und kehrte so wieder in die Hauptstadt zurück. Seid 2004 leitet nun Binyam die Organisation „BF“.  Im Jahr 2005 entstand der Kontakt zu einer Gruppe aus der Schweiz, welche nach Äthiopien kam um BF kennen zu lernen.  Diese Gruppe (aus der Kirche „Vineyard Olten“) erkannte das Potenzial im jungen Leiter Binyam und somit wurde ab dann das Vertrauen durch weitere Treffen und viele Gespräche zueinander gestärkt. Neben der Funktion als Hauptleiter von BF, besuchte Binyam bis Mai 2008 im Teilzeitstudium ein theologisches College.

 
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